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13. Januar 2018 Tempelhof-Schöneberg, Die Lupe

XXIII. Rosa Luxemburg Konferenz:
„Amandla! Awethu! – Die Machtfrage stellen!

Am Samstag den 13. Januar 2018
Veranstaltungsort: Mercure Hotel MOA
Stephanstr. 41, 10559 Berlin
Einlass 09:30 Uhr
Beginn 11:00 Uhr
weitere Infos unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de

Die traditionell am Vorabend der Liebknecht Luxemburg Demonstration stattfindende Konferenz widmet sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig den sozialen Kämpfen in Afrika.

Im Flyer zur Konferenz heißt es: „Afrika rückt in den Mittelpunkt des Weltgeschehens-in mehrfacher Hinsicht. Der ökonomische Kampf um die Ressourcen des Kontinents ist in vollem Gang. 130 Milliarden US-Dollar sogenannter Entwicklungshilfe gehen jährlich in ärmere Länder, eine Billion US Dollar aber fließen aus ihnen pro Jahr illegal ab – vor allem aus Afrika. Die Zeit ist reif für eine afrikanische, lateinamerikanische oder asiatische Theorie einer kommenden Revolution. Die Anzeichen mehren sich, dass in der Bevölkerung dieser Kontinente, unter deren Politikern und Wissenschaftlern viel in Bewegung kommt. Aus all diesen Gründen ist Afrika Schwerpunkt der XXIII. Internationalen Rosa Luxemburg Konferenz“.

Ab 11 Uhr wird es mehrere interessante Vorträge geben, z.B. berichtet die ehemalige Sozialministerin von Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) über die imperialistische Einmischung des Westens in Afrika am Beispiel ihres Heimatlandes, der chinesische Universitätsprofessor Ding Xiaqin spricht über die Rolle Chinas in Afrika im Vergleich zu den kapitalistischen Hauptmächten oder der kubanische Journalist Enrique Ubieta referiert über „Kubanische Einsätze in Afrika damals und heute und die veränderten Rahmenbedingungen für eine vom Imperialismus unabhängige Entwicklung“.

Besonders aktuell ist die anschließende Podiumsdiskussion um 18:00 Uhr mit VertreterInnen von Partei DIE LINKE, den Grünen, der DKP und der Arbeiterkammer Wien zum Thema „Oben – unten. Nord-Süd. Wer wen? Soziale Frage und Flüchtlingselend: Abschied der Linken von der internationalen Solidarität?“ – Hier heißt es in der Einladung: „Die neokolonialen Kriege des Westens bedrohen alle, die gegen dessen Weltordnung rebellieren. Die Feldzüge hinterließen seit 1990 Millionen Tote und machten Dutzende Millionen Menschen zu Flüchtlingen. Die verstärkte Zuwanderung nach Westeuropa und Nordamerika in den vergangenen Jahren ist ein unmittelbares Resultat des neuen imperialistischen Staatsterrorismus. Die Migranten aber kommen in Gesellschaften, in denen verschärfte Konkurrenz unter Arbeitenden und Entsolidarisierung zu den wichtigsten Waffen im Klassenkampf von oben geworden sind.... Die Resonanz auf Forderungen rassistischer und neofaschistischer Organisationen,… wächst …. Internationalistische und solidarische Positionen sind auch in der Linken nicht mehr selbstverständlich. Oft steht nicht die längst wieder akute soziale Frage im Mittelpunkt der Debatten. Und auch der Kampf gegen die westlichen Kriege, die eine Hauptursache der Fluchtbewegungen sind, scheint in den Hintergrund zu rücken…

Umrahmt wird die Konferenz von einem interessanten Kulturprogramm in Gedenken an den kürzlich verstorbenen uruguayischen Liedermacher Daniel Viglietti und einen Jugendforum zu den aktuellen Auseinandersetzungen in Schule, Ausbildung und Beruf mit Mitgliedern der DIDF Jugend, Gewerkschaftsaktiven und der SDAJ.

Carsten Schulz