Zurück zur Startseite
29. Mai 2011 Tempelhof-Schöneberg

Das sollte Schule machen: Bundeswehr muss draußen bleiben!

Berlin, 29.05.2011 

Pressemitteilung:

Die Wahlkreiskandidatin (WK 07 04) Elisabeth Wissel und der Spitzenkandidat für die BVV Harald Gindra begrüßen, dass sich das Robert-Blum-Gymnasium in Schöneberg für "bundeswehrfrei" erklärt hat:

Laut Berliner Zeitung vom 26.5. zeigt sich das Bundesministerium für Verteidigung als "überrascht" von der "rigorosen Haltung" der Schule und will zur Gegenoffensive übergehen. Was ist aber daran "rigoros" auf die Beteiligung von Jugend- und Werbeoffizieren am Schulunterricht zu verzichten?

Es bestätigt vielmehr Umfragen, die stets eine mehrheitliche Ablehnung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr feststellen. Warum sollten sich dann viele finden, die sich an der Nachwuchsgewinnung beteiligen wollen?

Es geht nicht um die Stigmatisierung der Soldatinnen und Soldaten. Diese handeln mit politischem Auftrag und der ist schon lange nicht mehr "Landesverteidigung". Wir erinnern daran, dass unter Beteiligung einer Bundesministerin Künast Interventionseinsätzen – beginnend im ehemaligen Jugoslawien, dann in Afghanistan – der Durchbruch verschafft wurde.

Bei diesen Auslandseinsätzen werden Soldatinnen und Soldaten in Situationen gebracht, in denen sie zu "Tätern" werden und aus denen sie vielfach als traumatisierte "Opfer" zurückkehren oder die sie gar nicht überleben. Der von der politischen Mehrheit (von CDU, SPD bis Grüne) betriebene Umbau der Bundeswehr zu einer Berufs- und Interventionsarmee verlangt eine verstärkte Werbeoffensive.

DIE LINKE unterstützt alle gesellschaftlichen Einrichtungen, die sich dieser Neubestimmung des militärischen Auftrags und der verstärkten Rekrutierung verweigern.

Wir empfehlen Berlinerinnen und Berlinern:

Fordern Sie die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien zur Berlin-Wahl auf, sich zu den verstärkten Bundeswehr-Werbemaßnahmen an den Schulen zu positionieren!