Der Wahlkreiskandidat (WK 1 / Nord-Schöneberg) Koray Yılmaz-Günay und der BVV-Spitzenkandidat der LINKEN, Harald Gindra, freuen sich über ein gelungenes Solidaritätsfest und den wachsenden Protest in der Anwohnerschaft rund um den Barbarossaplatz:
Am 16. Juli hatten Mieter der Barbarossastraße 59, gegen die HochTief Räumungsklage betreibt, zu einem Solidaritätsfest in ihrem Garten eingeladen. Die BI Barbarossastraße und DIE LINKE.Tempelhof-Schöneberg hatten das Fest unterstützt und mit ausgerichtet.
Bei herrlichem Wetter hatten über vier Stunden verteilt rund 100 Menschen teilgenommen, darunter auch viele Anwohner des Kiezes. In zahlreichen Gesprächen kam die große Beunruhigung im Viertel zum Ausdruck: So ist auch in der Schwäbischen Straße 7 ein Abriss und der Neubau von Luxuswohnungen geplant. In Kyffhäuser-, Barbarossa- und Karl-Schrader-Straße finden Sanierungen und Umwandlungen in Eigentumswohnungen oder in Ferienwohnungen statt. Mietsteigerungen allerorten. Natürlich war auch Thema, dass mit "gehobenen" Neubauten, wie der Goltzstr. 40b und dem geplanten monströsen Bau am Barbarossaplatz, die Gegend im Mietspiegel hochgestuft wird und noch mehr Druck auf die Mieten entsteht.
Im Kiez steht die Entwicklung einer dauerhaften Mieterinitiative an, die sich gegen die vielfältigen "Aufwertungs-" und Verdrängungsprozesse zur Wehr setzt. Das wollen wir gerne unterstützen.
Jetzt konzentriert sich der Protest erst mal auf die nächsten Entscheidungen zum Barbarossaplatz. Die Initiative zum Erhalt der Barbarossastraße 59 ruft auf:
"Wir bitten um Ihre Solidarität!
Legen Sie ein Wort für uns Mieter und die Bäume beim Bezirk ein. Bringen Sie Ihren Protest durch Ihre Präsenz zum Ausdruck im:
1. Stadtplanungsausschuss am 17.8.2011 um 17.00 h im Rathaus Schöneberg,
2. in der BVV-Sitzung am 31.8.2011, 17.00 h im Rathaus Schöneberg, Sitzungssaal"
Dort ist Baustadtrat Krömer (CDU-Bezirksbürgermeister-Kandidat) "Aufwertungs-"Akteur mit der Vorlage zu dem Bebauungsplan 7-42 VE. Die Verabschiedung dieses B-Plans ermöglicht es Hochtief erst, in diesem Umfang (Verdreifachung der Wohnfläche für 80 statt bisher 106 Wohnungen durch höhere und verdichtete Bebauung, bei Fällung von 29 Bäumen allein auf dem Grundstück) sich das Bauprojekt zu "vergolden". Wir bedauern, dass SPD und CDU dies bisher vorbehaltlos unterstützt haben, und appellieren an die Grünen, die das Projekt zuletzt etwas kritischer bewertet haben, ihre grundsätzliche Befürwortung zu überdenken.
Nach Plänen des Bezirksamts sollen die Beschlüsse noch schnell vor den Wahlen durchgezogen werden. Die Menschen im Kiez wollen da aber auch noch ein Wort mitreden!