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Linkes Bündnis demonstriert

Am 5. Juni fand eine Demonstration gegen die blutige und völkerrechtswidrige Aktion der israelischen Streitkräfte statt, die in internationalen Gewässern die Friedensflottille aufgebracht hatten. Dabei waren mindestens neun Menschen erschossen worden (einer schon vor dem Entern, andere augenscheinlich durch regelrechte Hinrichtungen). Die Demonstration richtete sich auch gegen die Blockade Gazas und gegen die Besetzung der Westbank und Ostjerusalems. Scharf verurteilt wurden auch die deutschen Waffenlieferungen an Israel, die nicht nur Waffenlieferungen in eine Krisenregion darstellen, sondern auch die Völkerrechtsverletzungen Israels unterstützen.

Organisiert u. a. von der Friedenskoordination, der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“, Gruppen von DIE LINKE, dem „Kurdistan-Solidaritätskomitee“ und Palästinensern, fanden sich um 12:00 Uhr über 1200 Menschen am Hermann-Platz zusammen, um dem internationalen Aufruf zum Aktionstag für Gaza und Palästina zu folgen. Der Zug ging durch Neukölln und Kreuzberg. Offenbar schlossen sich unterwegs weitere empörte Menschen an.

Auf der Abschlusskundgebung am Mariannen-Platz sprach auch Inge Höger (MdB DIE LINKE), die zusammen mit ihrer Fraktionskollegin Annette Groth und dem ehemaligen Fraktionskollegen Norman Peach durch die Israelischen Streitkräfte gekidnappt worden war.

Im Wesentlichen ist es dieses Bündnis, das am Donnerstag, dem 17. Juni, um 19:00 Uhr eine Solidaritätsveranstaltung („Werkstatt der Kulturen“, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin, U Hermann-Platz) unter dem Motto „Schluss mit Blockade von Gaza – Freiheit für Palästina“ organisiert.

Gaza Freedom March 2009 - Fotobericht von Harald Gindra

28.12.2009: 16 Personen aus der deutschen Delegation versuchten mit dem Linienbus in Richtung Gaza zu kommen. An der Brücke über den Suez-Kanal ist Schluss. Die Polizei hält den Bus über 1 1/2 Stunden fest, die Pässe von allen Ausländern werden eingezogen.
Rücktransport nach Kairo in Kleinbussen - ohne Pässe - quasi festgenommen. An jedem Kontrollpunkt Proteste, die teilweise mit freundlichen Gesten aus ägyptischen Autos beantwortet werden.
Nach Kontakt mit der Dt. Botschaft, Sitzstreik und anfänglichen Drohgebärden müssen die ägyptischen Polizisten die Pässe wieder zurückgeben.
Zeitweise bis zu 300 französische Staatsbürger übernachten vor der französischen Botschaft aus Protest gegen die verhinderte Weiterfahrt nach Gaza. Die Polizei schirmt die Protestversammlung mit Gittern und mit Polizisten in 2'er Reihen von der ägyptischen Öffentlichkeit ab.
Mauern werden nicht ewig Menschen trennen können - Transparent aus der dt.-schweizerischen Delegation. Auch die Mauern zwischen Israel und Palästina sowie zwischen Gaza und Ägypten werden fallen.
31.12.2009, 11 Uhr: Parallel mit den Demonstationen in Gaza, an denen der Gaza Freedom March eigentlich teilnehmen wollte, versammeln sich blitzartig die mehrere hundert Marschteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem Zentralplatz "Tahrir Square" (nähe Ägyptisches Museum).
31.12.2009: Insbesondere (politische) Zivilpolizisten gehen teilweise brutal gegen Demonstranten vor. Die Demonstration wird auf den Bürgersteig abgedrängt und eingekesselt. Nach 5 Stunden beenden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aktion
01.01.2010: (Überraschungs-) Demonstration gegenüber der israelischen Botschaft. Es ist zum Schutz vor Anschlägen im 10. Stock dieses Wohnhauses.
Die Beteiligung von Ägyptern ist riskant. Immer wieder werden sie aus Aktionen herausgegriffen oder vorher schon abgewiesen. Die junge Generation ließ sich hier nicht bremsen. Aus den Autos und selbst von der uniformierten Polizei wurde insbesondere vor der israelischen Botschaft viel Unterstützung geäußert. In persönlichen Gesprächen dankten viele Ägypter für den Protest gegen die Blockade des Gazas, die sie unter den derzeitigen politischen Verhältnissen leider nicht selbst vorbringen könnten.
01.01.2010: Drei Stunden Protest vor der israelischen Botschaft. Anfangs wurden die schwerbewaffnteten Posten rund um das Botschaftsgebäude nervös. Es dauerte rund eine halbe Stunde bis über 300 uniformierte Polizisten zur Absperrung rangeführt wurden.