Braunschweig, 23. Dezember – Der Gaza Freiheitsmarsch wird mit 1.300 TeilnehmerInnen aus 42 Ländern einschließlich etlicher Prominenz stattfinden. Aus Deutschland werden mehr als 40 UnterstützerInnen nach Gaza reisen. Die deutschen Delegierten werden nach Kairo fliegen und von dort in Richtung Rafah reisen. Das Ziel der TeilnehmerInnen ist: Die Einhaltung des Völkerrechts für die Menschen in Gaza, das Ende der israelischen Blockade und Freiheit für die Bewohner.
Auf eine höfliche Bitte an die Auswärtige Amt dafür Sorge zu tragen, dass den deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in ihren friedlichen Absichten nichts passiert und sie ggf. durch das Auswärtige Amt Unterstützung erfahren, riet das Auswärtige Amt nachdrücklich von der Teilnahme an dem Friedensmarsch ab. Die Begründung: "Die ägyptischen Behörden haben uns mitgeteilt, dass der Friedensmarsch definitiv nicht gestattet wird. Bei Zuwiderhandlung muss mit Inhaftierung gerechnet werden." Eine mögliche Unterstützung wurde in dem Schreiben nicht weiter erwähnt.
Erstaunlich ist, dass aus benachbarten Ländern wie der Schweiz oder Frankreich keine Hinweise dieser Art seitens der Regierungen bekannt sind. Der Gaza Freedom March erfährt sogar von parlamentarischer Seite aktive Unterstützung, unter anderem durch den britischen Parlamentarier George Galloway. Er brach vor drei Wochen mit 210 Trucks, beladen mit Grundnahrungsmitteln und medizinischem Gerät, von Großbritannien in Richtung Gaza auf. Am 27.12. wird er dort erwartet.
Angesichts dieser Tatsachen erstaut es, dass das Auswärtige Amt mit derartig massiven Einschüchterungsversuchen die Teilnehmer von der Reise abhalten will.