Protest gegen hohe Heizkosten bei Vonovia/Dt. Wohnen, Adler und Co.

Bezirksverordneter H. Gindra

Seit Ende letzten Jahres hat es sich zu einer bedrohlichen Welle entwickelt, wie große Wohnungskonzerne Heizkosten auf ihre Mieter:innen abwälzen wollen. Hohe Nachzahlungen für Heizkosten 2022 und entsprechend hohe zukünftige Vorauszahlungen.

Es gibt keinen richtigen Überblick zum Widerstand. 
Mieterberatung, Mieterverbände und Anwälte hatten aber gut zu tun. Mit Widersprüchen und Belege insicht haben sich Viele erstmal Zeit in 2024 verschafft. Größere Kundgebungen gab es gegen Vonovia (siehe Bild), große Veranstaltungen gab es bei Vonovia Mariendorf und Adler Lichtenrade um gemeinsames Vorgehen abzustimmen, die auch von DIE LINKE unterstützt wurden. Bekannt ist auch eine Mieterinitiative bei den Schöneberger Terrassen (dort hängen sowohl degewo-, wie Vonovia-Wohnungen an einer Gemeinschafts-Heizanlage), die sich wehrt.

Bei den Großanlagen mit Fernwärme scheinen die Heizkosten besonders undurchsichtig. Vonovia hat nach öffentlichem Protest in verschiedenen Quartieren Fehler eingestanden, u.a. in Mariendorf. Manche hatten nur einige hundert Euro Nachzahlung, andere bis 8.000 €, obwohl der Verbrauch geringer war. Die Abrechnungen werden nun überprüft und korrigiert. 

Ein bundesweites Problem ist aber, dass die Abrechnungen von Fernwärme und fremd betriebenen Gemeinschaftsheizanlagen undurchsichtig sind. Die Wohnungsunternehmen (teilweise selbst an den Fremdfirmen beteiligt) interessiert keine Wirtschaftlichkeit und verteilen hohe Rechnungen einfach an die Mieter:innen. Die Preiskalkulation orientiert sich oft nicht an den tatsächlichen Gaseinkaufspreisen, sondern wesentlich höheren Verrechnungspreisen die sich an der Gas-Börse orientieren. Im Bundestag könnte das gesetzlich blockiert werden.
DIE LINKE im Abgeordnetenhaus hat zur Entlastung von Mieter:innen, die durch hohe Nachzahlungen in Existenznot geraten, einen Nothilfefonds gefordert.
Das scheint von der CDUQ/SPD-Koalition aber keine Unterstützung zu finden. Der Kampf geht weiter!
Bezirksverordneter H. Gindra