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Friederike Benda

Direkt in Tempelhof-Schöneberg

Wahlkreis 0701 

Schluss mit Armut und Angst – Löhne hoch, Mieten runter

Auch in Schöneberg sind die Mieten explodiert. In den letzten zehn Jahren um 80 Prozent. Die Miete frisst hier im Durchschnitt 45 Prozent des Nettoeinkommens auf. Und das,während Berlin in den vergangenen Jahren ein Konjunkturhoch und Wachstumsraten verbuchte.

Die Mehrheit der Menschen hat aber kaum mehr Geld als im Jahr 2000. Auch weil viele Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor entstanden sind. Daran wird deutlich, dass wenn es »der« Wirtschaftgut geht, es eben nicht allen gut geht. Kleine Läden und Betriebe, Spätis, Kneipen ächzen unter der Mietlast und können sich diese nicht mehr leisten. So verliert der Kiez seine Originale. Das macht viel kaputt. Das lasse ich nicht zu.Armut kann überwunden werden, Mieten können bezahlbar sein.

Ich bin 33 Jahre alt und arbeite als Referentin für Menschenrechtspolitik. Hier, im SchönebergerNorden, bin ich aufgewachsen. Mit diesem Ort verbinde ich Zuckerfest und lesbisch-schwules Straßenfest, Habibi-Falafel, Pallas, Juxcircus, Downstairs. Wenn ich mir heute den Kiez anschaue, sehe ich wie hart er darum kämpfen muss, seine Seele nicht gänzlich zu verlieren. Die wurde bereits an unzähligen Ecken und Enden verscherbelt und verdrängt. Es macht mich wütend, dass Potse und Drugstore verjagt wurden. Den Sound der Subkultur, die Hausbesetzungen und Organisierung internationaler Solidarität im Schöneberg der 1980er Jahre habe ich nicht bewusst miterlebt. Aber ich bin etwas später in einer Umgebung aufgewachsen, in der noch viel von dieser Lebendigkeit und gemeinschaftlichen Nachbarschaft übrig war. Das hat mich geprägt. Und das gilt es, – wo nur möglich – zu erhalten und neu aufzubauen.