Eigentum statt Menschenrecht - Sold City
Filmvorführung
Veranstaltungsort: Xenon Kino in Berlin - Schöneberg
Kolonnenstr. 5 -6 | 10827 Berlin
Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht.
Eigentlich.
Eigentlich hat also jede:r ein Recht auf einen angemessenen Wohnraum.
Angemessen heißt aber auch bezahlbar.
Eigentlich.
So ist es längst nicht mehr. Tatsächlich entscheidet längst der Markt, wo du wohnen darfst und wie.
Seit mit der Steuerreform 1990 die Gemeinnützigkeit des Wohnungsbaus aufgehoben wurde, gilt Wohnen nicht mehr als Menschenrecht. Statt dessen hat sich ein System der Vernichtung bezahlbaren Wohnraums etabliert, das unsere Gesellschaft auseinanderdividiert. In Deutschland, insbesondere in den Großstädten, leben traditionell mehr Menschen zur Miete als in Eigentum. Und diese Menschen (in Berlin sind es sogar 82%) sind zunehmend bedroht. Die Ursache: eine neoliberale Politik, die von unten nach oben scheffelt und die Menschen glauben macht, der Überfluss bei den reichen 1% würde schon irgendwie wieder nach unten rieseln. Ein in Deutschland vergleichsweise guter Mieter:innenschutz wurde zum Wohle des Kapitals mehr und mehr aufgeweicht. Seither geht es nicht mehr ums Wohnen, sondern um Geldanlage. Internationales Kapital kreist um das sogenannte Betongold.
„Sold City“, der neue Film in zwei Teilen von Leslie Franke und Herdolor Lorenz („Wer rettet wen?“, „Der marktgerechte Patient“, „Der marktgerechte Mensch“), zeigt, wie der Immobilienboom in Deutschland entstanden ist, wie die Betroffenen ihn erleben und wie wir uns wehren können.
Teil 1 „Eigentum statt Menschenrecht“ befasst sich mit dem System der Umwandlung von Wohnraum in Konzerneigentum. Banken, Fonds und internationales Anlagekapital drängen seit vielen Jahren in die Städte. Kaum ein Mieter ist mehr sicher vor dem Verkauf seiner Wohnung.
Länge: 102 Minuten
Teil 2 „Enteignung statt Miete für die Rendite“ widmet sich den großen Wohnkonzernen, die mit der Miete hauptsächlich die Dividenden der Aktionäre finanzieren.
Länge: 102 Minuten
Die Linke in Tempelhof-Schöneberg in Zusammenarbeit mit dem Xenon-Kino zeigt beide Teile.
Teil 1 "Eigentum statt Menschenrecht" am Samstag, 23.11.2024 um 15 Uhr und
Teil 2 "Enteignung statt Miete für die Rendite" am Samstag, 1.2.2025 ebenfalls um 15 Uhr, mit anschließender Diskussion.
Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Abdeckung der Kosten wird gebeten.

