Gedenkfahrt nach Ravensbrück
Ab 1939 errichtete die SS das größte Frauen-Konzentrationslager auf deutschem Boden. Viele inhaftierte Frauen, darunter auch aus der Sexarbeit, wurden zur Zwangsarbeit gezwungen. Die systematische Ausbeutung und Vernichtung spiegelt die Geschlechterhierarchien der NS-Zeit wider. Wir möchten Hintergründe, Strukturen und einzelne Biografien beleuchten. Interesse an Einzelschicksalen aus Tempelhof-Schöneberg zum Beispiel kann zuvor per Mail angemeldet werden.
Am 21. April 2013 wurde in der ehemaligen „Kommandantur“ die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück eröffnet. Sie bietet auf zwei Etagen einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes mit dem Frauen-KZ, dem Männerlager, dem „Jugendschutzlager Uckermark“ und den Außenlagern. 54 Überlebende kommen in medialen Beiträgen zu Wort, und 152 weitere Biografien sind dokumentiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Texte, Videos, Hörstationen, rund 1.000 Fotos, Dokumente und 500 Exponate, von denen viele erstmals gezeigt werden.
Wir nehmen uns den Schwur von Buchenwald zu Herzen: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." Die Zeit dem Faschismus aktiv entgegenzutreten ist jetzt, dafür müssen wir die Vergangenheit kennen und Lehren für die Gegenwart und die Zukunft ziehen.
Wann:
1. März, 9:15 Uhr
(Abfahrt 9:29 Uhr Julius-Leber-Brücke)
Wo:
Treffpunkt Feurigstr. 68, 10827 Berlin
Anmeldung unter:
sarah.bremer@dielinke-tempelhof-schoeneberg.de
Es wird ein Solidarmodell für die Ticketpreise und Essens-Preise geben, sodass alle bezahlen, was sie sich leisten können.

