Leben ohne warmes Wasser? Adler Group verpasst Mieter*innen in Lichtenrade eine kalte Dusche
Pressemitteilung
12. Juni 2024, Berlin
In der Groß-Ziethener Straße, Skarbinastraße und der Nahariyastraße in Lichtenrade berichten die Mieter*innen der Adler Group erneut über eine unterbrochene Warmwasserversorgung. Was der Grund dafür gewesen ist, bleibt bisher unbeantwortet. Schwerwiegender ist vor allem, dass die Unterbrechung unangekündigt kam. Handelt es sich um die Reparatur akuter Schäden oder geplante Instandsetzungen? Die Betroffenen wurden nicht informiert.
Die Linke Tempelhof-Schöneberg kritisiert den Zustand und die fehlende Kommunikation der Adler Group aufs Schärfste: „Die Adler Group zieht den Mieter*innen den letzten Cent aus der Tasche und kommuniziert mit diesen nicht einmal, warum und wie lange es kein warmes Wasser gibt. Der schäbige Umgang muss ein Ende haben und der Vermieter durch finanzielle Schäden im Rahmen des Mietrechts an seine Pflichten erinnert werden. Es wird Zeit, dass sich die Mieter*innen gemeinsam zur Wehr setzen und wir werden sie dabei unterstützen.“, Stanislav Jurk (Bezirksvorsitzender Die Linke Tempelhof-Schöneberg).
Die Adler Group ist bei betroffenen Mieter*innen nicht nur in Lichtenrade für die Vernachlässigung ihrer Gebäude, die Intransparenz bei Abrechnungen und ihren chronisch überlasteten Kundenservice bekannt. Die überteuerten Mieten sacken sie trotzdem ein. Es zeigt sich erneut, dass private, profitorientierte Wohnungsunternehmen die Probleme des Berliner Wohnungsmarkts verursachen und nicht lösen. „Die Probleme und das Wohlbefinden der Mieter*innen sind den profitorientierten Wohnungskonzernen egal. Sie interessiert nur ihr Gewinn.“, so der Bezirksvorsitzende Stanislav Jurk.
Wir als Linke fordern deshalb mit Nachdruck die Umsetzung des erfolgreichen Volksentscheids Deutsche Wohnen & Co Enteignen, der vorsieht, den Wohnraum großer, profitorientierter Wohnungsunternehmen in öffentliche Hand zu überführen. Auch Genossenschaften sind sinnvolle Gesellschaftsformen, die bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum anbieten. Keine Profite mit der Miete! Nur so kann sichergestellt werden, dass die Interessen der Mieter*innen zählen und nicht die Renditen der Anteilseigner.
Allen Mieter*innen empfehlen wir bei Bedarf die Sozialrechtsberatung in der Bezirksgeschäftsstelle der Linken in der Feurigstraße 68 – jeden 2. Dienstag im Monat
von 16 bis 18 Uhr nach vorheriger telefonischer Anmeldung. Um eventuelle Mietminderungsansprüche geltend zu machen, empfehlen wir weiterhin eine Dokumentation (Datum, Uhrzeit und Gegenstand) der Mängel und eine Mitteilung an die Adler Group, mit einer angemessenen Frist und die Ankündigung einer Mietminderung.
Pressekontakt: Stanislav Jurk
