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Norbert Seichter

Die Hoffnung, dass es möglich ist, eine gerechte Gesellschaft ohne Kriege und Ausbeutung zu errichten.

Norbert Seichter war seit über 20 Jahren Mitarbeiter unseres Bezirksverbands, Leiter unserer Geschäftsstelle. Zum Jahresende verlässt Norbert uns und geht in den verdienten Ruhestand. Zum Abschied haben wir ein kleines Interview mit Norbert geführt, in dem er uns Eindrücke von seiner Arbeit bei uns gibt.

LUPE: Lieber Norbert, zum 1. Januar gehst Du in den Ruhestand. Was nimmst Du mit aus Tempelhof-Schöneberg?

Norbert: Die Gewissheit, dass der Bezirksverband, der heute der Mitgliederstärkste nach Neukölln im Westteil der Stadt ist, weiterhin seiner Rolle und Bedeutung im Landesverband gerecht werden wird. Eine Fraktion, die mit fünf Bezirksverordneten für die Rechte der Ärmsten im Bezirk streitet, die fest in der Kommunalpolitik verankert ist, deren Motto, helfen statt reden ist.

Eine lebendige Partei, deren Mitglieder diskutieren, auf der Straße an Infoständen und vor dem Jobcenter - und das nicht nur in Zeiten des Wahlkampfes -präsent sind..

Eine Geschäftsstelle, unsere Rote Insel, die mit Ausstellungen von bildenden Künstler*innen, mit Veranstaltungen und der Sozialberatung in den Stadtbezirk ausstrahlt.

Die Erinnerung an viele Veranstaltungen, interessante Gespräche, an zunehmende Wahlerfolge, an das Wirken von Harald Gindra und Philipp Bertram als Abgeordnete in der vergangenen Wahlperiode.

Und ich habe den Bezirk Tempelhof-Schöneberg kennengelernt, das wäre nie passiert, wenn ich in Marzahn -Hellersdorf geblieben wäre. Ich habe hier Freunde und Mitkämpfer gefunden.

LUPE: Du hast ein sehr bewegtes Leben. Nenn uns doch einige der wichtigsten Stationen.

Norbert: Abitur, Lehre als Fluss- und Seenfischer, Studium der Fischereiwirtschaft an der Humboldt Uni, dann Sekretär des Jugendverbandes,, der FDJ  daselbst, Kultursekretär der FDJ Berlin, u.a. mit der Organisation der Festivals des politischen Liedes betraut, Parteihochschule, Parteisekretär an der Volksbühne Berlin. Dann die Wende und Aufbau der PDS Organisation in Marzahn. Gemeinsam mit Yvette Rami Leitung der Geschäftsstelle der PDS/Linken, Stellvertretender Bezirksvorsitzender, und bis vor drei Jahren zehn Jahre Bezirksvorsitzender der LINKEN in Marzahn-Hellersdorf und Bezirksverordneter in zwei Legislaturen.

LUPE: Warum hat es Dich damals ausgerechnet nach Schöneberg verschlagen?

Norbert: Ich habe mich nicht freiwillig gemeldet. Petra Pau, damals Landesvorsitzende und Carsten Schatz, zu der Zeit Landesgeschäftsführer, haben darauf gedrungen, Und so bin ich als „Ostimport“ in der Goltzstraße gelandet. Das ist meine berufliche Tätigkeit bis jetzt auch zehn Jahre nach Erreichen des Rentenalters gewesen. Marzahn -Hellersdorf war ab da immer Ehrenamt. Und sicher ist diese Ost West Verbindung für beide Bezirke für die Partei produktiv gewesen. Ich habe besser verstanden, wie die im“ Westen“ ticken, und vielleicht die Genoss*innen hier, wie die im“ Osten“.

Das hat mir auch in meiner Funktion als einer der langjährigen Sprecher*innen des Landesausschusses geholfen. Auch zu vermitteln.

LUPE: Was wirst Du vermissen?

Norbert: Ich werde Euch vermissen. Grace, Nusta, Alex, Martin, Carsten, unseren langjährigen Bezirksvorsitzenden, Elisabeth, Harald, Philipp, Kathi, ich kann nicht alle nennen. Und deshalb werdet Ihr mich auch in Zukunft bei Versammlungen und Veranstaltungen sehen.

LUPE:  Was ist für Dich der Grund links zu sein?

Norbert: Die Hoffnung, dass es möglich ist, eine gerechte Gesellschaft ohne Kriege und Ausbeutung zu errichten. Die ewige Hoffnung. Schon festgeschrieben in der französischen Revolution. Trotz aller Rückschläge.

LUPE: Hast Du schon Pläne für die kommende Zeit?

Norbert: Ja, Pläne hat man immer. Ich habe viele Hobbys, lesen, Gedichte schreiben, Grammophone und Schellackplatten sammeln, das Haus und der Garten, basteln und bauen, dafür ist jetzt mehr Zeit, auch für unseren Enkel Rio.

Ich bin noch immer Mitglied im Bezirksvorstand Marzahn-Hellersdorf, und aktiv im Wahlkreis Biesdorf, wo ich auch wohne. 

LUPE: Wir danken Dir und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg!