Stadt für alle
Asya Şenyüz, kandidiert auf Listenplatz 3 und ist Direktkandidatin in Schöneberg Süd
Ich bin Asya Şenyüz, 21 Jahre alt, gebürtige und verwurzelte Schönebergerin aus dem Bayerischen Viertel. Hier bin ich aufgewachsen und hier will ich etwas zurückgeben und unseren Kiez aktiv voranbringen.
Als Tochter einer türkisch-kurdischen Familie habe ich früh erlebt, was unseren Kiez ausmacht: Solidarität und Zusammenhalt, aber auch Ausgrenzung und Ungleichheit. Diese Erfahrungen prägen mein politisches Engagement.
Als gelernte Bürokauffrau weiß ich, dass gute Bildung, sichere Arbeit und faire Löhne keine Selbstverständlichkeiten sind. Deshalb setze ich mich für einen solidarischen Kiez ein. Für bezahlbares Wohnen, starke öffentliche Infrastruktur und echte Chancengleichheit.
Ich kandidiere, weil ich will, dass unser Berlin ein Zuhause für alle ist. Für Jugendliche und Beschäftigte, für Menschen aller Geschlechter und Kulturen. Gemeinsam können wir unseren Kiez gerechter machen.
Stadt für alle
In nur zehn Jahren haben sich die Mieten verdoppelt. Vermieter verdienen sich auf dem Rücken der Stadtgesellschaft dumm und dämlich. Derweil frisst Inflation die Lohnzuwächse auf. Das Resultat: Menschen werden zunehmend ärmer oder verdrängt. Schluss damit!
Die Linke wird die Lebenshaltungskosten senken, indem sie gierige Immobilienkonzerne enteignet und die Wohnungen vergesellschaftet. Da frage ich mich: Was bringen Filmfestivals und NFL-Spiele, wenn sich ein*e Berliner*in kein Ticket leisten kann?
Kluge Bildung
Vor einem viertel Jahrhundert rüttelte die erste PISA-Studie die Republik wach: „Unterdurchschnittliche Leistungen? Im Land der Dichter und Denker?“ Geschehen ist seitdem nichts, sodass Deutschland 2022 noch schlechter abgeschnitten hat. Die Gründe blieben dieselben: zu wenig Personal insbesondere in den Kitas, schlechte Ausstattung der Schulen und Abhängigkeit des Lernerfolgs vom Elternhaus.
Die Linke streitet seit Jahren für eine bessere Finanzierung des Bildungswesens. Gerade in Berlin braucht es Gemeinschaftsschulen mit Ganztagsbetreuung, in denen Schüler*innen bedarfsgerecht gefördert werden. Der beständige Leistungsdruck und die Sortierung durch Noten gehören abgeschafft. Ich werde mich vor allem dafür einsetzen, dass Auszubildende anständig vergütet und nach ihrem Abschluss übernommen werden. Nicht nur in den Betrieben ist es Zeit für Klassenkampf!
Nie wieder Krieg
„Soldaten sind Mörder“, schrieb Kurt Tucholsky 1931. Daran hat sich nichts geändert. Trotzdem soll die Jugend wieder an der Waffe ausgebildet werden. Wer sich im Rahmen des Neuen Wehrdiensts für zwölf Monate verpflichtet, bekommt ein Einstiegsgehalt von 2.600 Euro im Monat. Das ist weit mehr als bei Ausbildungen üblich. So wird Armut zum Mittel der Militarisierung.
Ich sehe das Interesse der Allgemeinheit darin, Kriege zu verhindern, statt sie vorzubereiten. Jugendoffizier*innen haben an Schulen nichts verloren. Forschung und Lehre müssen unbedingt unabhängig bleiben. Ich werde für eine Jugend kämpfen, die nicht die Fehler einer Politik ausbaden muss, die seit Jahren bei ihr spart.

