Zum Hauptinhalt springen

Vollsanktionierung durch Maßnahme-Verweigerung bei der Bundeswehr in Tempelhof-Schöneberg

Elisabeth Wissel | Fraktionsvorsitzende Die Linke in der BVV Tempelhof-Schöneberg

11.05.2026

Pressemitteilung 

Nicht nur das Jobcenter sondern auch die soziale Wohnhilfe haben in diesem Fall kläglich versagt. 

Eine 53-jährige Frau mit Behinderung wurde vom Jobcenter Tempelhof-Schöneberg voll sanktioniert, weil sie eine Maßnahme bei der Bundeswehr verweigert hat (Trauerbegleitung, die sie ja im Sitzen machen könne). Außerdem hat sie eine Räumungsklage am Hals, die inzwischen vollstreckt wurde.

Die soziale Wohnhilfe verweigerte ihr Unterstützung und schickte sie zu Die Linke: „Die Linke könne für sie einen Antrag anfertigen, dass sie Hilfe von außerhalb bekomme“. Der Umgang mit ihr ist ein Skandal und menschenverachtend zugleich.

Die Linke hat geholfen, denn das Einzige, was ihr fehlte, war Geld für die Spritkosten für eine ehrenamtliche Person, die sie fahren würde, dass sie in ein anderes Bundesland umziehen kann. Denn dort gibt es ein Projekt, das Menschen mit Behinderungen in ehrenamtliche Arbeit in einem Hospiz einbezieht. Sie hat auch vorher schon ehrenamtlich gearbeitet und sie könnte dort wohnen. 

Bis sie die Fahrt in ein anderes Bundesland antreten kann, kam sie erst mal bei ihrem Sohn unter, der jedoch auch in prekären Verhältnissen lebt

Es ist sehr bewundernswert, wie eine Frau sogar mit Behinderungen Zivilcourage zeigt und so viele Nachteile für sich in Kauf nimmt, wegen ihrer Überzeugung, dieser Bundeswehr, die für Kriegstüchtigkeit aufgerüstet werden soll, ein klares Nein entgegenzusetzen.

Elisabeth Wissel
Fraktionsvorsitzende Die Linke in der BVV Tempelhof-Schöneberg

 

 

 

 

Zurück zum Kopf der Seite