Friedenspolitik und Friedensdemonstrationen unterstützen – dafür steht Die Linke Tempelhof-Schöneberg

Johannes Franck
Die Lupe

Am 25. Oktober fand am Brandenburger Tor in Berlin eine Friedensdemonstration statt, an der tausende Menschen teilnahmen. Die Versammlung zeigte, dass sich Die Linke und im Besonderen unser Bezirksverband weiterhin gegen den kriegerischen Kapitalismus und für Friedenslösungen einsetzt. Unser Bezirksverband Tempelhof-Schöneberg, der sich für eine friedenspolitische Ausrichtung der Außenpolitik einsetzt und an der Seite der friedenspolitisch engagierten Initiativen steht, war selbstverständlich auch diesmal vertreten. Erfreulicherweise kann berichtet werden, dass keine andere Partei oder Organisation so sichtbar war wie Die Linke. Die Demonstration war gekennzeichnet von blauen Parteifahnen mit der Friedenstaube. Neben unseren Bezirksmitgliedern waren unzählige Parteimitglieder aus anderen Bezirken und Bundesländern vor Ort. Ebenso war unser Jugendverband, die Linksjugend ['solid] und ihr Studierendenverband Die Linke.SDS, mit zahlreichen Fahnen und Transparenten vertreten. Gemeinsam mit der SDAJ konnte spontan sogar ein eigener sozialistisch-orientierter Jugendblock gebildet werden. Das zeigt ganz klar, dass die Friedenspolitik auch ein zentrales Anliegen unserer Jugend ist! Ihr Engagement begrüßen wir als Bezirksverband ausdrücklich und möchten es unbedingt mitnehmen. Es ist deswegen wichtig, den Perspektiven der jungen Friedensgeneration Raum zu geben und das möchten wir hier an dieser Stelle auch in Zukunft tun.

Die Ordner*innen wurden auf wenige Teilnehmer*innen mit rechten Symbolen aufmerksam gemacht und sachlich auf die linken und humanistischen Kundgebungsziele hingewiesen, für jene alle Teilnehmer*innen einstehen mussten. Etwaige Plakate oder Fahnen, beispielsweise von Compact, mussten eingepackt werden. Diese Überzeugung war auch in der Rede von Ates Gürpınar aus dem Bundesvorstand spürbar, der die Aufnahme von Geflüchteten und Desserteur*innen aller Länder betonte und sich damit von anderen Redner*innen abgrenzte.

Wir als Bezirksverband unterstützen die Friedensdemonstrationen, weil Waffenlieferungen, Sanktionen und Co. keinen Frieden sichern. Im Gegenteil: Sie verlängern Kriege, fordern noch mehr zivile Opfer und schaden, durch die global verzweigte Wirtschaft, am Ende auch zusätzlich der Bevölkerung in Deutschland, also uns allen. Zumindest, wenn Sie nicht gerade Rheinmetall-Aktien besitzen. In der Tradition von Internationalist*innen wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sehen wir unsere Rolle darin, auf die destruktive Natur des Kapitalismus hinzuweisen. Die Lektüre der Schriften von Luxemburg und Liebknecht erklärt unsere Sichtweise dazu ausdrücklich. Wir stehen weder an der Seite machtgieriger Autokraten, noch an der Seite hegemonial agierender NATO-Staaten und fordern weiterhin den Austritt Deutschlands aus der NATO.

 

Wir als Linke sehen die Verbindung unterschiedlicher Kämpfe als unsere Aufgabe und glauben, dass wahrer Frieden nur durch soziale Gerechtigkeit und die Überwindung des Kapitalismus erreichbar ist. Clara Zetkin hat beispielsweise aufgezeigt, wie Kriege Frauen benachteiligen. Diese Analyse verstehen wir als prinzipielles Beispiel für die Vielschichtigkeit, unter der Menschen durch Krieg und über die Frontsoldaten hinaus, leiden. Der Bezirksverband Tempelhof-Schöneberg unterstützt aktiv diese Positionen und setzt sich für eine linke Ausrichtung in der Friedensbewegung ein. Wir laden alle ein, sich uns anzuschließen und für eine friedliche und gerechte Welt zu kämpfen.

Johannes Franck